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Marmor - Information


Eine Gesteinsfamilie (nach KRAEFT1994) der Metamorphite ( Ordnung Gneissoida ), entstanden aus Kalkstein, feinst- bis grobkörnig, kommt in allen Farbtönen und -nuancen vor, gelegentlich ist er rein weiß und durchscheinend. Der Karbonatgehalt beträgt 50 - 99%.

Entstanden ist der Marmor durch Kontaktmetamorphose oder Regionalmetamorphose.

Hauptgemengteile sind meist Calcit und/oder Dolomit, mögliche Akzessorische Gemengteile sind: Aktinolith, Apatit, Augit, Fluorit, Fuchsit, Epidot, Granat, Graphit, Hämatit, Korund, Limonit, Magnetit, Muskovit, Orthoklas, Phlogopit, Pyrit, Quarz, Spinell, Turmalin, Vesuvian und Zirkon.

Farbgebende Substanzen sind meist Graphit (grau), Limonit (gelb), Hämatit (rot) und Fuchsit (grün).

Durchschnittliche technische Werte: Rohdichte: 2,65 - 2,85 kg/dm³, Biegezugfestigkeit: 6 - 20 N/mm², Druckfestigkeit: 60 - 150 N/mm², Wasseraufnahme: 0,1 - 1,0 Gew.%, Abriebfestigkeit: 15-40 cm³/50 cm² (nach Böhme). Marmor ist meist frostbeständig und mäßig politurbeständig.

Vielfältige Verwendung als Bau-, Werk-, Dekorstein.

Bekanntester Marmor ist Carrara aus Italien, ein hochweißer ist Thassos aus Griechenland; bekannte andere Handelssorten sind: Afyon + Estremoz + Penteli + Trigaches + Volakas.

Im Geltungsbereich der ASTM C 119 und GB/T 17670 können auch Gesteine wie Kalkstein, Serpentinit etc. als Marmor (marble) bezeichnet werden. Die Europäische Norm EN 12440 verlangt dagegen bei der Bezeichnung von Natursteinen den wissenschaftlichen Gesteinsnamen (bestimmt mit einer petrografischen Untersuchung nach EN 12407 und 4.2 von pr EN 12670:1997). Um Bemusterungen und Ausschreibungen korrekt durchführen zu können, sollten Sie im Zweifelsfalle Ihren Lieferanten befragen.

 

Auskunft über alle Marmor-relevanten Sachverhalte finden Sie auf der DVD „ Große Enzyklopädie der Steine“ oder unter: NATURSTEIN-DATENBANK.de

 

Abbildungen

Marmor Yellowish-White of Platanotopos (Griechenland)

 

Marmor Slawniowice, Polen (Mikro-Foto)

 

Steinbruch Marmor in Estremoz (Portugal)

 

Dolomitmarmor Norwegian Rose (Norwegen)

 

Marmor Milas Lilac (Türkei)

 

Abbau Marmor mit Seilsäge in Carrara

 

Marmor Azul Cielo, Argentinien (Mikro-Foto)

 

Marmor Rosa Borba (Portugal)

 

Silikatmarmor Castione Scuro (Schweiz)

 

Rohblöcke Marmor in Estremoz (Portugal)

 

Marmor Milas Lilac,Türkei (Mikro-Foto)

 

Marmor Estremoz (Portugal)

 

Marmor, antike Massivsäule, Ostia Antica

 

Marmor Ruschita Pink (Rumänien)

 

Marmor Afyon Kaplan Postu (Türkei)

 

Marmor Lasa Fior di Melo, Italien (Mikro-Foto)

 

Dolomitmarmor Palissandro Blu Nuvolato Scuro (Italien)

 

Marmor Pista White (Indien)

 

Marmor Ruschita Pink, Rumänien (Mikro-Foto)

 

Verwitterung von Marmor

 

Auskunft über alle Marmor-relevanten Sachverhalte finden Sie auf der DVD „ Große Enzyklopädie der Steine“ oder unter: NATURSTEIN-DATENBANK.de

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